Sich selbst im Weg stehen – darum sabotierst du dich selbst & 3 Tipps, um damit aufzuhören

Sich selbst im Weg stehen
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Hast du schon einmal das Wort Selbstsabotage gehört? Das bedeutet, dass wir uns selbst Hindernisse in den Weg stellen, um Ziele nicht zu erreichen. Klingt verrückt, aber wir machen es immer dann, wenn wir in unserem Inneren nicht davon überzeugt sind, ein bestimmtes Ziel erreichen zu können. 

Und weil dieser Glaubenssatz ein so starker Teil unseres Selbstbildes ist, entsprechen wir ihm, ob wir wollen oder nicht.

So halten wir uns davon ab, unser volles Potenzial zu nutzen, erreichen das Ziel dann nicht und unser innerer Kritiker triumphiert: „Siehst du, ich habe doch gleich gesagt, das wird nichts.“

Das Prinzip Selbstsabotage kann uns in allen Lebensbereichen davon abhalten, unsere Ziele zu erreichen – sowohl im Beruflichen als auch im Privaten. Oft mangelt es uns an Selbstvertrauen. Welche weiteren Gründe es gibt und was du tun kannst, um dir nicht mehr selbst im Weg zu stehen, erfährst du hier!

In welchen typischen Situationen steht man sich selbst im Weg?

Typische Selbstsabotage-Situationen schafft man sich, wenn man

Warum stehe ich mir selbst im Weg? Die Gründe

Der Ausgangspunkt für Selbstsabotage ist immer unser Selbstbild. Auch wenn wir uns dessen oft nicht bewusst sind, prägt es unser Verhalten. Die Grundlagen des Selbstbildes werden in der Kindheit und Jugend gelegt. Konditionierung durch die Eltern, gesellschaftliche Anforderungen und eigene Erfahrungen – all das fließt in unser Selbstbild ein und verfestigt sich zu Glaubenssätzen. Das Fatale daran: Wenn ich etwas erreichen möchte, das nicht zu meinem Selbstbild passt, werde ich es auch nicht erreichen.

Wir Menschen wollen immer kongruent handeln. Das bedeutet: Wir handeln so, wie wir uns sehen, also so, wie wir glauben, dass wir sind – und nicht so, wie wir tatsächlich sind.

Damit wir nicht zu theoretisch werden, spielen wir das am besten an einem Beispiel durch.

Eine glückliche Beziehung ist für die meisten Menschen ein Ziel, das sie erreichen möchten. Wenn aber ihr Selbstbild keine glückliche Beziehung „erlaubt“, werden sie auch keine haben. 

Das könnte grob so ablaufen: Stell dir vor, du lernst jemanden kennen und es läuft alles gut. Ihr versteht euch super und du denkst, das passt alles. Aber je besser es wird, umso mehr beginnst du, dich seltsam zu verhalten. Du weißt selbst nicht, was los ist, aber du verärgerst den Menschen so, dass wieder nichts daraus wird. Und dann sagst du dir: „Ich hab’s ja gewusst, bei mir klappt das einfach nicht” und hast wieder einmal dein Selbstbild bestätigt. Aber richtig gut fühlt sich das wahrscheinlich nicht an.

Wenn dir das bekannt vorkommt, hast du irgendwann in deinem Leben den Glaubenssatz angenommen, dass für dich eine glückliche Beziehung nicht möglich ist – möglicherweise auf Grund der Erfahrung mit einem enttäuschten Elternteil oder weil jemand, dem du geglaubt hast, dir eingeredet hat, das würde bei dir nie klappen. 

Jedenfalls sitzt dieses Bild tief in dir drin, und sobald du eine neue Beziehung beginnst, wacht dieser Anteil in dir auf und sagt: „Kannst du dich nicht erinnern, für dich klappt das nicht!” Diese Stimme führt dazu, dass du beginnst, die Beziehung zu sabotieren, den Partner auf Distanz zu halten oder Ähnliches.

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Coaching Jens Wolff

So wirst du dein eigener größter Fan: 3 Tipps, um mit Selbstsabotage aufzuhören

Weil das Selbstbild und die Glaubenssätze schon lange und sehr tief in uns verankert sind, dauert es eine Zeitlang, sie zu verändern. Schließlich sind sie über viele Jahre entstanden – da werden wir sie nicht von heute auf morgen los. Aber es gibt zum Anfangen einige Tipps, die ich dir mit auf den Weg geben möchte.

Tipp 1: Höre deinem inneren Monolog zu

Wir können nur die Dinge im eigenen Leben ändern, derer wir uns bewusst sind. Deshalb ist es so wichtig, erst mal eine Art Bestandsaufnahme zu machen. Höre dir zu, wie du mit dir sprichst, und schreibe es auf. Besonders hilfreich ist das in Situationen, in denen du unter Druck stehst, denn unter Druck – sind wir ehrlich – ist keine Zeit für Höflichkeit. Das gilt nach außen wie nach innen.

Lies dir deine Notizen einmal in der Woche durch und reflektiere, wie du mit dir sprichst. Würdest du so auch mit anderen Menschen sprechen? Wenn nein, warum sprichst du dann so mit dir? Es ist Zeit, deine Umgangsformen mit dir selbst zu verbessern.

Tipp 2: Finde die Gedanken zu den Gefühlen

Wenn du starke Emotionen hast, positive oder negative, halte kurz inne und frage dich, was du gerade davor gedacht hast. Denn Gefühle werden von Gedanken ausgelöst. Gedanken sind immer von unserem Mindset („Wie sehe ich die Welt?“) und unserem Selbstbild („Wie sehe ich mich?“) gefärbt. Notiere auch deine Gedanken und reflektiere die negativen und positiven Gedanken. Du kannst dabei unglaublich viel über dich und dein Selbstbild lernen.

An dieser Stelle ist es gut, sich objektive, professionelle Unterstützung zu holen, weil wir meist blinde Flecken haben, was uns selbst angeht.

Tipp 3: Werde dein eigener Freund

Kennst du das: Manchmal fällt es uns leicht, guten Freunden einen Rat in einer bestimmten Lebenssituation zu geben, weil wir mit dem Blick von außen klarer sehen, was ein guter Weg sein könnte. Um uns Schritt für Schritt von hinderlichen Selbstbildern zu lösen, kann es hilfreich sein, uns in die Perspektive eines guten Freundes zu versetzen und quasi von außen auf uns zu blicken. Vielleicht gibt es ja in deinem Umfeld jemanden, der dich dabei unterstützt und so neue Sichtweisen ermöglicht. Ein objektiver Sparringspartner wie etwa ein guter Coach ist geschult darin.

Glaubenssätze hinterfragen: eine Geschichte aus unserer Beratungspraxis

Was das bringen kann? Lass uns dir von einem Klienten erzählen, der sich auf die Reise zu seinem Selbstbild gemacht und erstaunliche Veränderungen dabei ausgelöst hat. Nennen wir ihn Jürgen. Jürgen war in seinem Unternehmen als knallharter CFO bekannt. Sein Verhalten war von Zahlen und Excel-Tabellen gesteuert. In seinem Inneren war er aber eigentlich immer schon ein warmherziger Mensch. Jürgen litt darunter, dass er sich in der Arbeit den „Macher-Hut“ aufsetzen musste. Hier lag sein Irrtum. Jürgen hatte von sich als erfolgreichem CFO das Bild, er könne seinen Job nur gut machen, wenn er alle Emotionen heraushält und hart durchgreift.

Gemeinsam nahmen wir seinen inneren Dialog, seine Werte und sein Selbstbild unter die Lupe. Er erkannte, dass sein Verhalten angelernt war. Er hatte sich an einer Person orientiert, die er zu Beginn seiner Karriere bewunderte und die er als knallhart wahrnahm.

Auf mein Anraten traf sich Jürgen nochmals mit dieser Führungskraft und jetzt, 15 Jahre später, bekam er ein ganz anderes Bild. Der ehemalige Chef war gar nicht knallhart, das war nur Jürgens damalige Interpretation. Mit dieser neuen Sichtweise und mehr Informationen konnte Jürgen nun seine Sichtweise auf seinen Ex-Chef ändern und damit änderte sich auch das Bild, das er dachte, erfüllen zu müssen. Er hatte auf einmal mehr Handlungsoptionen.

Er verstand, dass er nicht hart sein musste, um seine Ziele zu erreichen. Er konnte als Führungskraft seine Gefühle zeigen, musste sich nicht mehr verstellen und bekam dadurch auch eine viel bessere natürliche Autorität.
Er stand sich ab dann nicht mehr selbst im Weg, sondern konnte alle seine Anteile in alle Lebensbereiche mit einbeziehen.

Fazit

Wenn du schon öfter bemerkt hast, dass du dich selbst sabotierst – ob im beruflichen Kontext, in der Beziehung oder auch zum Beispiel bei einem gesundheitlichen Thema –, dann schaue dir genau an, welche Gedanken in den entscheidenden Momenten durch deinen Kopf gehen. Glaubst du wirklich daran, hier eine Veränderung erreichen zu können? Oder fährst du weiter mit angezogener Handbremse durchs Leben, um eine Ausrede zu haben, warum du nicht weiterkommst? Wenn du dir nicht mehr weiter selbst im Weg stehen möchtest und für deinen Prozess professionelle Unterstützung suchst, melde dich gerne bei uns.

Große Ziele werden nicht von Hindernissen verdeckt

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