Gedanken kontrollieren: Tipps für Ihr Affenhirn!

Affe mit Spiegel

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Das passiert beim Nachdenken

Was ist “Nachdenken” eigentlich?

Nehmen wir 3 Aktivitäten her, die ähnliche sind, und doch ganz anders:

1. kontrolliertes, zielorientiertes Nachdenken

Hier stell dir vor, du bekommst ein Rätsel und versuchst es zu lösen. 

Optimalerweise kommst du in einen Flow, in einen Zustand, in dem du alles um dich herum vergisst und bist komplett konzentriert auf deine Aufgabe. 

Klingt gut, oder? Ist auch gut.

2. Grübeln

Das Grübeln wird oft mit Nachdenken verwechselt. 

Grübeln ist wie das Wiederkäuen von Gedanken. Vielleicht startest du hier auch von einer Frage und einem Problem, du verirrst dich aber in einem Nebengang und verlierst dich in bekannten Emotionen. 

Die meistens nicht angenehm und noch selten förderlich. 

Was geschieht hier? 

Soweit wir das menschliche Gehirn derzeit verstehen, geht man davon aus, dass wir Informationen und Erinnerungen in Netzwerken speichern. Das bedeutet, dass es eine Art von thematischer “Klassifizierung” von Gedanken und Emotionen gibt. 

Alles, was sich ähnlich anfühlt, kommt in eine Lade, wird mit den passenden Gedanken, die die gleiche Emotion auslösen, gemeinsam gespeichert. 

Was bedeutet das?

Sobald wir einen Gedanken haben, wird das gesamte Netzwerk aktiviert und alle Informationen und Erinnerungen kommen an die Oberfläche. 

Ein klassisches Beispiel ist die Opferrollen-Sequenz. Dein Boss hat dich ungerecht behandelt, dir vielleicht einen Fehler angehängt, den gar nicht du gemacht hast. 

Du fühlst dich schlecht und unfair behandelt. Eigentlich wäre es hier zu Ende. Was aber passiert? Dein Gehirn aktiviert Erinnerungen an Ereignisse, die im gleichen Netzwerk, mit der gleichen Emotion (Opferrolle) gespeichert sind. Du hast also plötzlich viele Situationen im Kopf, in denen Ähnliches geschah und dein Gefühl, unfair behandelt sein verlängert sich. 

Was kannst du dagegen tun?

Werde dir bewusst, welche Gedanken mit der jetzigen Situation zu tun haben und welche aus der Vergangenheit kommen. 

Wenn du das ein paar Mal geübt hast, wirst du ziemlich schnell merken, dass ein unangenehmes Gefühl nur 90 Sekunden dauert. 

Alles danach ist die Verlängerung, die wir aber vermeiden können.

3. Zielgerichtetes Träumen

Zielgerichtetes Träumen verwende ich in Coachings, um mit Klienten an Zielen zu arbeiten. 

Kurz gesagt: 

Man bringt sich in einen entspannten Zustand, setzt sich ein Ziel und ein Thema und beginnt, seine Gedanken schweifen zu lassen. 

So kommst du auf gute Ideen, neue Bilder, kreative Impulse. 

Driften die Gedanken zu weit vom eigentlichen Thema ab, holen wir sie sanft zurück, ähnlich wie bei der Meditation. 

Anders als bei der Meditation ist hier aber nicht das Ziel, an nichts zu denken. 

Vielmehr wollen wir einen Output haben, Antworten finden oder Bilder kreieren, an denen wir uns dann orientieren können.

Die Vorteile, deine Gedanken steuern zu können

“Wenn du dein Leben unter Kontrolle haben willst, musst du als erstes deine Gedanken unter Kontrolle haben.”

Wie wir oben erklärt haben, aktivieren Gedanken ein ganzes Netzwerk von Informationen und Erinnerungen. 

Wenn wir unsere Gedanken wild durcheinander hüpfen lassen (was sie machen, wenn wir sie laufen lassen), dann sind wir einem Wirbelsturm von Gefühlen ausgesetzt. 

Wir fragen uns dann auch oft, woher diese Gefühle kommen und ob wir ihnen vertrauen sollen oder ob sie uns in die Irre treiben.

Wenn wir beginnen, unsere Gedanken unter Kontrolle zu bringen (vor allem mit Atem- und Meditationsübungen), wird uns als erstes bewusst, dass sie wie ein Affe von Ast zu Ast hüpfen.

Durch die Meditationsübungen schaffen wir es, unseren Geist zu beruhigen und unseren Gedanken dabei zuzusehen, wie sie durcheinanderlaufen. 

Wenn wir ihnen aber nicht folgen, sondern sie nur beobachten, entziehen wir ihnen die Energie und damit die Macht, die sie über uns haben. 

Plötzlich wird es ruhig in unserem Geist und unser ganzes Leben verändert sich. 

Alle unsere Klienten sind überrascht, wenn sie mit einer Meditationspraxis beginnen, dass sie viel gelassener und fokussierter sind. Kleinigkeiten regen sie nicht mehr auf und sie haben mehr Energie, weil sie sich nicht mehr mit unnötigen Gedanken aufhalten.

Bringen Sie Ihr Affenhirn unter Kontrolle!

Fühlen sich Ihre Gedanken so an, als würden sie pausenlos im Kreis laufen? So kontrollieren Sie Ihre Gedanken.

Wenn Sie abends im Bett liegen, hören Sie Stille und fühlen sich ruhig oder sind Sie von Sorgen und Gedanken überwältigt, die durch Ihren Kopf rennen wie ein Hamster im Rad?
Mit dem “Affenhirn” meint man das Gepplapere seiner Gedanken, seiner Ängste und Zweifel, die man in seinem Kopf hört, sobald es ruhig ist. Dieses Affenhirn kann uns Freude, Ruhe und Glück im täglichen Leben kosten.

Es wirkt sich nicht nur auf unseren Schlaf und damit auf unsere Erholung aus, sondern beeinflusst auch die Entscheidungen, die wir treffen. Es kann zu Angst und sogar zu Depressionen führen, wenn man es nicht unter Kontrolle bringt.

Das Wiederkäuen von Gedanken und Emotionen verhindert das effiziente Lösen von Problemen. Und führt dazu, dass wir Dinge ewig hinausschieben und letztendlich damit neue Probleme schaffen.

Sie kennen vielleicht diesen Grundsatz, dass das, wogegen wir Widerstand aufbauen, dadurch nur noch größer und stärker wird.

Je mehr Energie ich in ein Problem (nicht die Lösung) stecke, desto mehr Gewicht und Platz gebe ich ihm in meinem Leben. Daher ist es nicht sinnvoll, gegen unser Gemurmel im Kopf „anzukämpfen“. Wir müssen sanfte Strategien entwickeln, um unser Affenhirn unter Kontrolle zu bringen. Die besten 6 Tipps dazu finden Sie hier:

Gedanken kontrollieren

1. Meditation zur Gedankenkontrolle

Wenn mich Klienten fragen, wie sie ihr Kopf-Geschnattere unter Kontrolle bekommen, sage ich immer: “Durch Meditation.” Manche haben es schon probiert, für die meisten ist es Neuland. Heute weiß man, dass Meditation das stärkste und effizienteste Werkzeug ist, um Frieden und Stärke in sein Hirn zu bringen und seine Gedanken zu kontrollieren. Bereits 10 Minuten am Tag machen schon einen Riesen-Unterschied. Es gibt viele Techniken wie progressive Muskelentspannung, autogenes Training, die eher körperbasiert sind und reine Meditationstechniken, die auch sehr leicht zu lernen sind. 

2. Tiefe, komplette Atmung

Sich eine tiefe Atmung anzugewöhnen, die das Zwerchfell bewegt und die inneren Organe massiert, die den Körper mit mehr Sauerstoff versorgt, ist eine der besten Investitionen in Ihre Gesundheit. Sie merken an Ihrer Atmung in jedem Moment, wo Sie stehen, wie Sie sich fühlen und wie Ihr Stress-Level ist.

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3. Bauen Sie Dankbarkeit in Ihr Leben ein

Viele Studien haben bewiesen, dass eine dankbare Haltung zum Leben positive Auswirkungen auf den Körper und auf Krankheiten hat. Eine Haltung der Dankbarkeit gegenüber den Dingen in unserem Leben, die wir schon haben, führt zu einer verbesserten Hirnfunktion. Das ist eine einfache Unterstützung, die sehr leicht anzuwenden ist. Probieren Sie es aus, Sie werden erleben, wie Ihre Gedanken positiver werden! 

4. Nehmen Sie sich Zeit, Dinge aufzuschreiben

Vielen Menschen hilft es, bei der Kontrolle ihrer Gedanken, diese zu Papier zu bringen. Man muss nicht immer nur das Gute aufschreiben. Auch negative Gedanken und Ängste brauchen ein Zuhause. Und das ist definitiv besser ein Blatt Papier als Ihr Kopf. Geben Sie diesen Dingen Platz, dann verlieren sie die Kraft. An einem anderen Tag können Sie sie durchlesen und merken, sie sind nicht mehr aktuell. 

Gedanken aufschreiben

5. Regelmäßige Bewegung

Bewegung ist unerlässlich wenn es darum geht, Ihr Hirn gesund zu halten und Ihre Gedanken zu kontrollieren. Bewegung führt zu einer besseren Durchblutung und einer besseren Nährstoffversorgung Ihres Gehirns. Es stimuliert auch die „Neurogenese“, also das Wachstum neuer Hirnzellen, vor allem der Zellen, die das Hirn in Balance halten und es dabei unterstützen, Ruhe zu bewahren!

6. Die richtige Ernährung

Die Ernährung wird in unserer Gesellschaft unterschätzt, sie hat starke Auswirkungen darauf, wie wir denken und fühlen. 

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Jens Wolff
Jens Wolff

Karrierecoaching und Persönlichkeitsentwicklung

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