Zu beschäftigt? 5 Tipps bei Überforderung

Eine Hand hält ein Kameraobjektiv, durch das das Bild dahinter erkennbar wird. Es ist ein See zwischen zwei Berghängen zu sehen.

Schärfe deinen Fokus

Stress? Nahe am Burn-out? Total überfordert?

Woran du merkst, dass du überfordert bist und was du gegen die Überforderung tun kannst.

Jeder Mensch hat seine persönliche Belastbarkeitsgrenze, die von vielen charakterlichen Faktoren und von gelebten Erfahrungen abhängt. Irgendwann ist bei jedem einmal diese Grenze erreicht. Aber mit Stress umgehen kann man lernen.

Ziel dabei ist es aber nicht nur, kein Burn-out zu bekommen, sondern optimale Ergebnisse zu erreichen (siehe auch: Das Leben ist ein Marathon).

Ein wichtiger Schritt dazu ist es, seine Energie nicht auf viele Aufgaben zu verteilen, sondern sie gebündelt einzusetzen. Fokus ist hier das Stichwort.

 

Folgende Anzeichen können für Überforderung stehen:

  • Du hast keine Zeit zum Denken mehr und verlierst die Übersicht.
  • Du vergisst oft das Datum oder welcher Wochentag heute ist.
  • Vor lauter Beschäftigung hast du keine Zeit mehr für Dinge, die dir Freude bereiten.
  • Du weißt gar nicht mehr, was dir eigentlich Freude macht.
  • Deine Stimmung ist oft gereizt und du versackst dich in Details, weil du ständig unter Strom stehst.
  • Du bist ständig erschöpft, bist nie richtig ausgeschlafen und fragst dich am Montag, wie du die Woche herunterbiegen sollst.
  • Du empfindest dein Leben als fremdbestimmt und hast das Gefühl, nichts gegen deinen Stress tun zu können.
  • Du antwortest auf die Frage, wie es dir geht, mit: „Ich bin so beschäftigt!“.

Wir sind von der Evolution so geprägt, dass wir zeitweisen Stress (das Mammut jagt uns) nur dann gut verarbeiten, wenn wir danach Spannung abbauen können (wir haben das Mammut erlegt und haben nun genug zu essen).

Heute ist der Stresslevel permanent hoch und das Abschalten (im wahrsten Sinn des Wortes, wenn man an Handy, Tablet und Laptop denkt) fällt immer schwerer. Auch wenn wir nicht vor wilden Tieren weglaufen, erleben die meisten Menschen ihren Alltag als stressig und hektisch – was zur Überforderung führt.

Dieser dauerhafte, latente Stress fordert früher oder später sein Tribut. Der eine bekommt Rückenschmerzen, der andere ein Burn-out, wieder ein anderer fährt seine Beziehung an die Wand.

Umso wichtiger ist es, rechtzeitig zu erkennen, wann du dein Leben verändern musst!

 

5 Tipps für einen schärferen Fokus

Fokussieren heißt nicht, faul zu sein! Es bedeutet, die Prioritäten zu überdenken und DEN Dingen, die notwendige Aufmerksamkeit und Energie zu schenken, die sie verdienen.

Und das Beste daran ist, wenn man sich daran gewöhnt, macht es sogar Spaß! Vergiss nicht, dass es im Leben nicht nur darum geht, Ziele zu erreichen. Es geht auch darum, am Weg dorthin Spaß zu haben. Du hast sicher schon einmal gehört, dass das letzte Hemd keine Tasche hat 🙂

 

Die folgenden 5 Tools verschaffen dir Raum, um deinen Fokus wiederzufinden:

1. Entrümpel deinen Kalender!

Ich habe einmal für einen sehr erfolgreichen Geschäftsmann in den USA gearbeitet. Er hat jedes Mal, wenn jemand versucht hat, ihn zu erreichen, gesagt: „Weißt du, die rufen alle meine Sekretärin an und sagen, es sei so wichtig, dass sie mit mir sprechen. Wenn ich sie dann an der Leitung habe, frage ich sie: „Für wen ist es wichtig, dass wir miteinander sprechen, für dich oder für mich?“

Streich daher alles aus deinem Kalender, was (für dich!) nicht wesentlich ist. Deine eigene Gesundheit, Körper und Geist, sollte jedenfalls einen fixen Platz behalten.

Der Bereich, den die meisten Menschen vernachlässigen, ist die persönliche Entwicklung und regelmäßige Reflexion, wo du mit deinem Leben, deinem Job, deinen Beziehungen hin willst. Lies dazu meinen Artikel zu Zielen.

2. Bewegung, Bewegung, Bewegung!

Nichts bringt dich so schnell in deinen Körper zurück und stärkt deinen Fokus wie ein Training, das auch an deine Grenze gehen darf. Egal ob Yoga, Tennis, Laufen oder Krafttraining, wähle etwas, was dich nicht zusätzlich stresst, wie fixe Stunden, zu denen du hetzen musst, sondern etwas, wo du Spannung abbauen kannst und der Überforderung entgegen wirkst. Etwas, das dir Spaß macht und das mit einem sinnvollen Zeitaufwand zu erledigen ist. Am besten am Weg zwischen Arbeit und Zuhause.

Mein Tipp ist ein Mix aus Yoga (für Gelassenheit und Flexibilität) gepaart mit Kraft- und Cardiotraining (für Überwindung und Ausdauer).

3. Übe Präsenz!

Wenn wir gestresst sind, sind unsere Gedanken irgendwo in der Zukunft oder Vergangenheit. Meditation und Achtsamkeitstraining helfen dir, wieder wahrzunehmen, was jetzt gerade abläuft. Diesen Fokus nimmst du dir in dein Berufs- und Privatleben auch mit!

4. Lerne „Nein“ zu sagen.

Dazu gehört auch, „Nein“ zu Terminen und übertragenen Aufgaben.

Ein Prozess, der für viele eine große Umstellung bedeutet. Noch überraschter sind die meisten Menschen, wenn sie erkennen, dass ihnen deshalb niemand böse ist oder sie weniger mag. Im Gegenteil, du wirst dir Achtung einholen von deinen Kollegen.

Auch für Kinder ist mehr Zeit zum Nichtstun und Spielen mehr wert als jeden Tag eine Aktivität mit gestressten Eltern.

5. Plane arbeitsfreie Tage ein.

Schreib sie als Termin in deinen Kalender, damit sie nicht verdrängt werden.

Eine gute Regel dafür ist pro Monat einen halben Tag und pro Quartal einen ganzen Tag. Nutze diese Zeit zum Nachdenken und Reflektieren. So bekommst du Abstand zu deiner Arbeit und findest Motivation und neue Energie. Umso effizienter gehst du danach an deine Aufgaben heran.

Denke dabei immer langfristig! Was ist ein halber Tag im Vergleich zu einem Jahr, in dem du in die falsche Richtung läufst?

 


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Jens Wolff

Jens Wolff

Ich bin eingetragener Lebens- und Sozialberater, Coach und Trainer in Wien und im Raum Salzburg. Für ein unverbindliches Gespräch melde dich gerne bei mir!

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