Lerne in 4 einfachen Schritten, positiv zu denken und was es dir bringt.

Wie du endlich positives Denken lernst

positiv denken

Wie du endlich positives Denken lernst!

Warum es so wichtig ist, wie wir denken und Coaching im Kopf beginnt.

Eine alte Coaching Weisheit lautet:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

Je mehr wir an etwas denken, desto mehr Raum und Aufmerksamkeit in unserem Leben geben wir dem. Dadurch lenken wir Aufmerksamkeit und Energie in diese Richtung. Leider passiert uns das bei negativen Gedanken ebenso wie bei positiven!

Braucht die Welt wirklich noch einen Artikel über positives Denken? Die 17 Ratgeber, die du bisher gelesen hast, haben dich nicht zu einem überzeugten Optimisten gemacht – obwohl du weißt, dass positives Denken dein Leben verbessert, dich erholsamer schlafen lässt, dir Erfolg und Gesundheit und weitere Vorteile verspricht.

Warum also machst du es nicht einfach?

Weil positives Denken nicht wie das Umlegen eines gut geölten Hebels funktioniert. Stell es dir eher vor wie … einen eingerosteten Hebel, der sich zunächst gar nicht und dann mit einem nervenzerreißenden Quietschen bewegt. Ab einem gewissen Punkt geht es leicht – aber bis dahin brauchst du ein wenig Schmiermittel.

Das also ist der Zweck dieses Artikels: Schmiermittel. Er mag der 18. sein, den du zum Thema positives Denken liest, aber er wird der erste sein, der dir wirklich weiterhilft.

Positive Gedanken: So legst du den Hebel um.

Wenn du nicht verstehst, wie ein Hebel bedient wird, musst du unendlich viel Mühe aufbringen, um ihn zu bewegen. Mit ein wenig Hintergrundwissen hingegen greifst du ihn selbstbewusst am äußeren Ende und legst ihn einfach um.

Verstehe daher als Erstes, warum es dir bisher nicht gelungen ist, dauerhaft positiv zu denken. Dabei greifen mindestens einer, vielleicht auch beide dieser Gründe:

  • Die Hauptaufgabe deines Gehirns ist es nicht, dich glücklich zu machen.

Das gilt für uns alle. Zum einen hält unser Gehirn viele Funktionen unseres Körpers in Gang. Zum anderen – und darum geht es hier – hat es die Aufgabe, uns vor Gefahren zu schützen, und zwar immer schon: Unsere Neandertaler-Vorfahren haben der Silhouette eines Wolfes im Dunkeln mehr Aufmerksamkeit geschenkt als dem rot-goldenen Sonnenaufgang.

Heute treffen wir in der Regel keine Wölfe in unserem Wohnzimmer an; unser Gehirn arbeitet jedoch genauso wie damals. Übersetzt heißt das: Es hält unsere Ängste, Sorgen und Zweifel für wichtiger als unsere Hoffnungen, Träume und Zukunftsvisionen. Positives Denken liegt zunächst einmal gar nicht in unserem Interesse.

  • Du willst gar nicht positiv denken.

Klingt das provokant? Ob das auf dich zutrifft, weißt nur du selbst – aber erwischst du dich manchmal bei dem Gedanken, die Welt möge dich doch bitte mit ihrer Lebensfreude und ihrem Optimismus und dem ganzen Gerede vom positiven Denken in Frieden lassen? Weil bei dir alles anders ist und das so nicht funktionieren kann?

Dein Unterbewusstsein arbeitet immer für dich, niemals gegen dich. Wenn du also bei dem Versuch, positiv zu denken, einen Widerstand spürst, dann hat das Gründe.

Vielleicht steckt in deiner Angst und deinen Zweifeln eine Botschaft, die du dich weigerst zu hören.

Vielleicht bist du erschöpft und hast dich zu wenig um dich selbst gekümmert.

Oder du willst nicht positiv denken, weil du Angst vor der Veränderung hast, die dann in dein Leben kommen würde.

Frage dich: Was ist der Benefit in meinem negativen Denken? Was vermeide ich, indem ich nicht positiv denke? Und was muss ich für mich tun, damit es mir überhaupt gelingen kann, das zu verändern?

Du tust dir keinen Gefallen, wenn du dich krampfhaft zu positivem Denken zwingst und dann ein schlechtes Gewissen hast, weil es dir einfach nicht gelingen will.

Okay. Heißt das, wir geben die ganze Anstrengung auf und leben ein Leben in Freudlosigkeit? Ja und nein. Positives Denken wird dein Leben bereichern und ich zeige dir gleich, wie du am leichtesten damit anfängst. Aber die Anstrengung lassen wir beiseite.

Die richtige Vorbereitung aufs positive Denken

Du hast nun gesehen, warum der Hebel eingerostet sein könnte. Jetzt ist es an der Zeit, die Arbeitshandschuhe anzuziehen und das Schmieröl aufzutragen. Wir beginnen mit den Handschuhen – der Maßnahme, die im Äußeren wirkt:

Entscheide, was du von außen in deinen Kopf lässt

Stell dir vor, du möchtest ein Haus einrichten und hast auch schon deine neuen, glänzenden Lieblingsmöbel bestellt. Stück für Stück wirst du sie über die nächsten Tage in dein Haus tragen, einen passenden Platz auswählen und sie liebevoll zu einem Gesamtbild zusammensetzen.

Als du nach einer ersten Pause zurück an deine Arbeit gehst, musst du feststellen, dass während deiner Abwesenheit jemand in deinem Haus gewesen ist. Schlimmer noch, derjenige ist mit schlammigen Stiefeln über deinen Küchenfußboden und die weißen Treppenstufen getrampelt. Etwas irritiert wischst du die Spuren fort, aber da du dich ja entschieden hast, positiv zu denken, heitert sich deine Stimmung bald wieder auf.

Bis zum nächsten Morgen. Da findest du die Schlammspuren schon auf der Terrasse. Wieder ist jemand in dein Haus eingedrungen, hat Dreck hinterlassen und deine schönen Möbel zerkratzt. Du bist entsetzt – aber deine Sehnsucht nach deinem Traumhaus ist noch immer stark. Also beginnst du aufzuräumen. Und stehst am nächsten Morgen vor dem gleichen Chaos.

Wie lange machst du das mit? Zwei Tage? Drei?

Etwa so lange wirst du mit dem positiven Denken durchhalten, wenn du jeden Tag aufs Neue anderen Menschen erlaubst, deine Gedanken negativ zu beeinflussen. Bist du umgeben von Jammerern, die schon vor dem ersten Kaffee über den Chef und den Rest der Welt meckern? Schaust du gleich nach dem Aufstehen die Nachrichten, die Schreckensbilder in dein Unterbewusstsein zwingen? Liest du die Tageszeitung oder Bücher voller grausamer Ereignisse?

Wahrscheinlich wirst du nicht von heute auf morgen dein Umfeld verändern, und vielleicht bist du der Meinung, dass du wissen musst, was in der Welt passiert. Aber wie erfolgreich wirst du positiver denken, wenn du dein Unterbewusstsein jeden Tag aufs Neue mit negativen Gedanken, Bildern und Einflüssen von außen füllst?

Welche kleinen Veränderungen kannst du unternehmen, um diesen Einfluss zumindest abzuschwächen?

Im Inneren: Wie sprichst du mit dir?

Jetzt kommen wir zum Schmiermittel für unseren Hebel. Du weißt natürlich, dass du das Öl nicht sinnlos über den gesamten Hebel schüttest, sondern an dem Punkt ansetzt, wo es am sinnvollsten ist: an der Basis.

Deine Basis ist deine Eigenkommunikation. Die Sprache ist das Bindeglied zwischen dem, was wir erleben, und der Art, wie wir es erleben. Nur mit der Sprache können wir die Realität bewerten. Wie sprichst du mit dir? Das müssen keine lauten Selbstgespräche sein; aber vielleicht kennst du solche Sätze wie:

  • Ich bin so ein Idiot.
  • Na, das habe ich ja wieder super
  • Das klappt sowieso nicht.
  • Was habe ich jetzt wieder falsch gemacht?

Bildlich betrachtet bist du jetzt selbst derjenige, der nachts das liebevoll eingerichtete Haus wieder verwüstet. Tagsüber (bewusst) alles sauber machen und nachts (unbewusst) alles wieder verdrecken – klingt wenig sinnvoll, stimmt’s? Ist es auch.

Trotzdem ist es genau das, was viele Menschen tun. Du weißt wahrscheinlich sehr gut, ob du dazu gehörst. Falls nicht: Achte in den nächsten Tagen sehr genau auf deine Gedanken und die Sätze, die du innerlich zu dir sagst. Bringst du das richtige Schmiermittel an? Wenn nicht, worin liegt der Benefit für dich?

Die Umsetzung: positives Denken lernen

Es ist so weit: Du hast analysiert und verstanden, wie dein Hebel funktioniert und warum er eingerostet ist. Du hast die Arbeitshandschuhe angezogen und an der richtigen Stelle Öl aufgetragen. Und du weißt genau, wo du anpacken musst, um das beste Ergebnis zu erlangen.

Wenn trotz aller Mühe der Hebel sich nicht sofort bewegt, wirst du dann gleich aufgeben? Natürlich nicht. Du wirst es mehrere Male versuchen, eventuell eine Pause machen, Luft holen und erneut an die Arbeit gehen.

Gib dir selbst das Versprechen dranzubleiben, auch wenn du nicht sofort Resultate siehst und das eine oder andere Mal in alte Muster zurückfällst. Du veränderst gerade dein Leben – das geht nicht von jetzt auf gleich. Aber wie würde dein Leben aussehen, wenn tatsächlich 9 von 10 Gedanken positiv wären? Glaub mir, es ist möglich.

Hier sind die 4 Schritte, wie du Stück für Stück dein Denken veränderst:

Schritt 1: Negative Gedanken bewusst machen

Nur was du weißt, kannst du verändern. Achte daher im ersten Schritt sehr genau auf deine Gedanken – besonders in Situationen, in denen es dir nicht gut geht. Was bewertest du negativ? Wie sprichst du mit dir selbst? Was erreichst oder vermeidest du durch diese Gedanken?

Wenn dir dieser Schritt sehr schwerfällt, führe bewusst einige Tage lang Tagebuch über deine Gedanken. Nimm dir immer wieder Zeit, deine Stimmung und deine innere Stimme wahrzunehmen. Das Ergebnis wird ein richtiger Augenöffner für dich sein!

Schritt 2: Gefühle annehmen statt verdrängen

Zieh dir nicht gleich selbst eins über, wenn du negative Gedanken entdeckst und sie nicht sofort umwandelst. Du wirst dich nie dauerhaft zum positiven Denken zwingen können – außerdem macht es keinen Spaß.

Sei stattdessen aufmerksam und achte darauf, welche Gefühle gespürt werden wollen. Warum bist du traurig? Wovor hast du Angst? Bist du ausgeruht, gesund und hast genügend Zeit für dich? Wenn nicht, warum nicht? Wie kannst du das verändern? Wie würdest du dich fühlen, wenn du diese Veränderung durchführen würdest?

Deine Gefühle sind nicht deine Feinde. Sie wollen dir mitteilen, wo deine Bedürfnisse unerfüllt geblieben sind. Geh behutsam mit dir selbst um, wenn du deine Gedanken ins Positive kehrst.

Schritt 3: Belohne dich für kleine Erfolge.

Ist es dir gelungen, einen negativen Gedanken loszulassen und umzuwandeln, feiere deinen Erfolg! Klopf dir selbst auf die Schulter – ganz wörtlich! – und lobe dich. Du hast einen kleinen Schritt in ein erfüllteres Leben getan. Ist das etwa nicht lobenswert?

Noch besser: Führe Tagebuch über deine kleinen Fortschritte. Versuche, jeden Tag eine Situation zu finden, in der du früher mit negativen Gedanken reagiert hättest und in der du dieses Mal ausgestiegen bist. Du wirst merken, dass es bald nicht mehr bei einer Situation am Tag bleibt.

Schritt 4: Nutze die Macht deiner Sprache.

Wissenschaftler haben immer wieder bewiesen, dass unsere Wahrnehmung unsere Sprache beeinflusst – und umgekehrt. Nicht umsonst nutzen die Buddhisten Mantras oder die Kirche das Glaubensbekenntnis.

Für uns bedeutet das: Über einige kleine Veränderungen in der Sprache können wir unser Denken beeinflussen. Vielleicht fühlst du dich anfangs seltsam dabei; probiere es dennoch aus. Der Effekt wird nicht lange auf sich warten lassen.

Verwende ab heute:

  • „ich darf“ oder ich “kann” statt „ich muss“,
  • „ich will nicht“ statt „ich kann nicht“,
  • „Herausforderung“ statt „Problem“ und
  • „ich“ statt „man“.

Dabei entstehen Sätze wie:

  • „Ich darf jetzt zur Arbeit gehen.“
  • „Ich will morgen Abend nicht weggehen.“
  • „Ich habe eine Herausforderung in meiner Partnerschaft.“
  • „Man kann doch nicht … ich kann doch nicht … ich will doch nicht einfach meinen Job wechseln.“

Erkennst du, welche Macht – und welche Verantwortung – in diesen kleinen Änderungen steckt?

Wozu jetzt das Ganze? Was positives Denken verändern kann

Die meisten Ratgeber zu diesem Thema beginnen damit, die vielen Vorteile des positiven Denkens aufzulisten. Von mir bekommst du sie erst ganz zum Schluss. Warum? Weil du nun weißt, wie du Schritt für Schritt dein Denken verändern kannst; jetzt bekommst du noch die Motivation dahinter.

Mal ganz abgesehen davon, dass es dein Leben schöner macht, werden dem positiven Denken folgende Wirkungen zugeschrieben:

  • höhere Lebenserwartung
  • stärkeres Immunsystem
  • besserer Schlaf
  • vermindertes Risiko für Depressionen
  • vermindertes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • verbesserte Leistungsfähigkeit
  • positive Ausstrahlung
  • leichterer Umgang mit Stress

Klingt das lohnenswert? Entscheidend ist, dass du anfängst – jetzt gleich. Betrachte den nächsten negativen Gedanken, der dir entgegen kommt, als Herausforderung. Leg den Hebel um und gestalte dein Leben neu. Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Damit auch andere Menschen von der Macht des positiven Denkens profitieren, teile diesen Artikel bitte über deine Social Media.

Gern unterstütze ich dich auch persönlich bei der Umsetzung deiner Ziele. Melde dich unverbindlich zu einer 30-Minuten-Zielsession!


Diese Artikel könnten dich auch interessieren:

Negative Gedanken loswerden

Meditation lernen

Richtig atmen

Jens Wolff

Jens Wolff

Ich bin eingetragener Lebens- und Sozialberater, Coach und Trainer in Wien und im Raum Salzburg. Für ein unverbindliches Gespräch melde dich gerne bei mir!

Untere Viaduktgasse 35/13
1030 Wien
Fon: 0676-559 22 23
Mail: office@healingspace.at
Jens Wolff

Latest posts by Jens Wolff (see all)

Jens Wolff
Jens Wolff
Ich bin eingetragener Lebens- und Sozialberater, Coach und Trainer in Wien und im Raum Salzburg. Für ein unverbindliches Gespräch melde dich gerne bei mir! Untere Viaduktgasse 35/13 1030 Wien Fon: 0676-559 22 23 Mail: office@healingspace.at

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *