Die richtige Ernährung - Jens Wolff

Die richtige Ernährung

Person im Hintergrund mit Fokus auf seine zwei Hände- in der einen eine Orange und in der anderen Pillen

Die richtige Ernährung - Gewohnheiten ändern

Wenn ich mein Leben verändern will, warum sollte ich bei der Ernährung beginnen?

Kleine Ernährungsumstellungen mit großer Wirkung

Eigentlich geht es ja hier um Coaching und Persönlichkeitsentwicklung! Warum ich mich soviel mit Ernährung beschäftige, hat aber einen bestimmten Grund. In meiner bald 10jährigen Beratungspraxis habe ich gesehen, dass die einfachste Veränderung im Alltag, der erste Schritt in die richtige Richtung, fast immer über die Ernährung erfolgt.

Bei der Ernährung zu beginnen ist am einfachsten, weil es ein Bereich unseres Lebens ist, in dem wir mit kleinen Veränderungen große Erfolge erzielen können.

Wir haben alle wenig Zeit. Und wenn wir eine Verbesserung mit wenig Aufwand machen können, ist die Chance größer, dass wir sie beibehalten, bis sie zu einer Gewohnheit geworden ist.

Natürlich kann man überall in den eigenen täglichen Ablauf eingreifen und etwas bewegen. Aber an der Ernährung Kleinigkeiten zu verbessern hat den größten Hebel. Danach fällt es leichter, an anderen Bereichen zu schrauben.

Mit der richtigen Ernährung steht uns innerhalb von wenigen Tagen mehr Energie zur Verfügung und diese neue Energie setzen wir dafür ein, in anderen Bereichen etwas zu verbessern. Schritt für Schritt.

Deine Stimmung hängt vom Darm ab

Die Ernährung hat einen sehr starken Einfluss auf unsere Stimmung. 95% des Serotonins (des Neurotransmitters, der uns „glücklich“ macht), wird im Darm produziert.

Der Zustand unseres Darms und der Darmflora wird zu einem Großteil von unserer Ernährung gesteuert. So können wir mit Ballaststoffen förderliche Bakterien füttern während Reste von Antibiotika im Fleisch den gegenteiligen Effekt haben.

Das Darmhirn (die Nervenzellen, die sich im und um den Darm befinden wird immer besser erforscht und langsam dämmert es uns, dass die Steuerung unserer Emotionen in erster Linie aus diesem „enterischen“ (im Darm befindlichen) Nervensystem erfolgt.

Deine Ernährung beeinflusst deine Stimmung – Deine Stimmung beeinflusst deine Entscheidungen – Deine Entscheidungen formen dein Leben!

Es bleibt aber nicht bei unserer Stimmung. Unsere Stimmung beeinflusst unsere Entscheidungen. Du hast sicher schon einmal einen Tag gehabt, an dem du aufgewacht ist, die Sonne schien und alles ist rund gelaufen. Du spürst in solchen Momenten, dass es das Leben nur gut mit dir meinen kann. Und vermutlich hast du schon andere Tage erlebt, an denen deine Stimmung nicht so toll war, obwohl vielleicht gar nichts anders war.

Wenn du kurz darüber nachdenkst, waren die Entscheidungen, die du aus einer grauen Stimmung triffst, die gleichen, wie die, die du mit einem sonnigen Gemüt triffst? Unser momentaner Gemütszustand wirkt sich sehr stark auf unsere Entscheidungen aus.

Und unser Leben ist das Ergebnis der Entscheidungen, die wir bisher getroffen haben. Wenn unsere Entscheidungen von unserer Stimmung und unsere Stimmung von unserer Ernährung abhängen, dann sollten wir ziemlich genau überlegen, was wir uns verabreichen.

Nicht verrückt machen wegen der Ernährung

Das ist dein Deal: Du lässt ein paar Dinge weg, änderst die eine oder andere Gewohnheit in deinem Alltag und ich begleite dich und gemeinsam verändern wir viel mehr als du gedacht hast!

Wir müssen nicht verrückt werden und jedes Gramm Fett oder Muskelmasse (ver)jagen. Für uns reicht ein sinnvolles Maß an Ernährungs-Wahnsinn.

Was dir am Anfang vielleicht übertrieben erscheint, wie bei jedem Produkt zu schauen, wieviel Zucker es enthält, wird bald zur Gewohnheit. Und wenn du erstmal gesehen hast, was sich dadurch bei dir verändert, wird es dir als Wahnsinn erscheinen, es nicht zu tun. Außerdem hast du bald alle Produkte durch und weißt ziemlich genau, was man besser weglässt.

Die richtige Ernährung bringt uns Energie. Wir fühlen uns nach dem Essen nicht als hätten wir einen Sandsack umgeschnallt, sondern bemerken nur, dass unser Hungergefühlt verschwunden ist.

Das ist der Optimalfall, den du vielleicht kennst vom letzten Mal von einer Reise in ein Land, in dem man viel Gemüse und wenig Weißmehl und Fleisch isst.

Was die meisten von uns unterschätzen, ist wieviel die Summe unserer täglichen kleinen Sünden ausmachen, wenn man sie mit der Anzahl der Tage addiert.

Ich trinke zum Beispiel seit fast 10 Jahren keinen Alkohol, außer einmal im Jahr, wenn ich mich mit meinen besten Freunden treffe und mich danach drei Tage so fühle, als hätte mich ein Panzer überrollt.

Manche Menschen finden es extrem, keinen Alkohol zu trinken, ich finde es extrem, regelmäßig Alkohol zu trinken. Wenn ich jeden Tag ein bisschen kiffen würde, wäre das für meinen Körper weniger schädlich aber viele Menschen würden das sehr ungesund finden. Es geht nicht darum, was genau du tust oder nicht tust, sondern darum, was in deinem Umfeld als „normal“ gesehen wird.

Dass es dann an der Zeit ist, dein Umfeld zu wechseln statt deiner Vorsätze.

Mein Ziel war immer, neben meiner fixen Idee, mich laufend zu entwickeln und das Beste aus mir herauszuholen, dass ich mein Leben möglichst frei gestalten will.

Mein Ziel, möglichst frei zu sein, habe ich aber nicht aus den Augen verloren.

Und zu einem freien Leben gehört auch, dass man sich nicht die ganze Zeit mit gesundheitlichen Themen wahnsinnig macht und allzu strenge Regeln befolgen muss. Das gilt genauso für die Ernährung.

Wie streng muss man sich an Ernährungsregeln halten?

Was ist locker und was ist streng? So wie ich das oben mit dem Zucker erklärt habe, ist das für jeden Menschen anders. Der eine wird es ganz normal finden, den Zucker aus seinem Leben herauszuhalten, aber dafür nicht auf seinen Espresso gleich nach dem Aufstehen verzichten wollen. Für einen anderen ist es leichter, kein tierisches Eiweiß zu sich zu nehmen, aber dafür braucht er hier und da seine Topfengolatsche.

Für die Mehrzahl der Menschen funktioniert die „6+1 Regel“ gut. Das heißt, 6 Tage in der Woche halte ich mich an die Tipps und einen Tag in der Woche esse ich was ich will.

Eine erwünschte Nebenwirkung davon ist, wenn man sich sechs Tage gesund ernährt, ist das System auch am 7. Tag nicht so scharf auf Schweinereien.

Wenn ich das auf den Monat rechne, habe ich 26 Tage gut gegessen und nur 4 Tage nicht. Diese 4 Tage verzeiht mir mein Körper meistens, außer ich vertrage bestimmte Nahrungsmittel überhaupt nicht (Kandidaten sind hier Weizen, Zucker, histamin- und fruktosereiche Speisen).

Denk immer daran: Jeder Tag ist dein Leben in klein!

Welche ist die richtige Ernährung für mich? Westlich, TCM und Ayurveda

Die westliche Wissenschaft macht hier den gleichen Fehler wie auf anderen Gebieten, nämlich sie geht von Anfang an davon aus, dass es eine Ernährung geben muss, die für alle Menschen passt.

Im Ayurveda und in der TCM gibt es, abhängig von unserer Konstitution, verschiedene Schwerpunkte in der Ernährung. Deine Konstitution setzt sich, verkürzt gesagt, aus mehreren Elementen zusammen. Man berücksichtigt, wie stark jedes Element in einem Menschen vorhanden ist.

Als Beispiel das Element Feuer, das man daran erkennen kann, dass jemand eine helle, rötliche Haut, helle Augen und einen schnellen Stoffwechsel hat.

Wenn meine Konstitution einen hohen Feuer- Anteil hat, soll meine Ernährung dieses Feuer ausgleichen und nicht noch zusätzlich verstärken.

Das bedeutet, mir können kühlende Nahrungsmittel guttun, wie chlorophyllhaltiges, grünes Gemüse. Was ich vermeiden sollte, sind Hitze verstärkende Nahrungsmittel wie etwa Ingwer oder Chili.

Interessanterweise sind es aber oft die heißen Lebensmittel, die man als Feuer-Typ besonders mag.

Für den einen kann Chili also zu viel Feuer bringen, während es einem anderen genau die Hitze bringt, die er für eine gute Verdauung braucht.

Dieses Paradox lässt sich in andere Bereiche fortsetzen, nämlich, dass wir prinzipiell das eher tun, was uns leichtfällt. Es fällt uns aufgrund unserer Konstitution leicht, hat aber den Effekt, dass es unser Ungleichgewicht verstärkt.

Um in eine gesunde Balance zu kommen, muss ich genau das Gegenteil tun, nämlich das, was mich ausgleicht. Und dafür muss ich mehr Energie aufwenden. Ich werde es daher nicht so selbstverständlich tun, vor allem, wenn mir gar nicht bewusst ist, dass es mir guttut.

Die Philosophie von ausgleichenden Elementen lässt sich auf alle anderen Lebensbereiche wie meine Partnerschaft, die Wahl meiner Sportarten, meine Atmung und vieles mehr ausweiten.

In diesen alten Heilsystemen gibt es daher auch nicht „gut“ oder „schlecht“, „richtig“ oder „falsch“, sondern darum, das herauszufinden, was für einen bestimmten Menschen passt. Ein traditioneller TCM-Arzt verschreibt auch heute noch seine Rezepturen ganz individuell als Zusammensetzung aus über 10.000 Substanzen. (Heilen jenseits der Schulmedizin, 3Sat-Doku, Min. 23:00)

In der westlichen Kultur gibt es eine individuelle Ernährung in erster Linie bei bestimmten Erkrankungen oder für die Rehabilitation. Für den „gesunden“ Menschen ist immer alles gleich gut oder schlecht. Ob bei stationären Krebspatienten Schweinebraten und Rotwein die beste Ernährung ist, darüber kann man nachdenken.

Um bei diesem Beispiel zu bleiben, die Ernährung im Spital ist natürlich von Diätologen zusammengestellt. Wie kann so etwas sein?

Ein Grund dafür ist, dass unsere Diätologen und Ernährungswissenschafter in Makro-Nährstoffen denken (Proteine, Fett, Kohlenhydrate), nicht in gesamten Nahrungsmitteln.

Ein zweiter Grund ist der, dass das Konzept der Energetik in der heutigen Wissenschaft komplett außer Acht gelassen wird. Das Chi in der TCM und das Prana im Ayurveda haben in der westlichen Denkweise noch keine fixen Platz bekommen. Langsam nähert sich die Forschung über das skeptisch beäugte Raumschiff der Bio-Photonen an und früher oder später wird es auch bei uns landen.

Der tiefere Aspekt deiner Ernährung

Ernährung hat einen zweiten, tieferen Aspekt. Genauso wie ich mich um meine Ernährung kümmere, genauso viel Energie (auch in Form von Zeit und Geld) investiere ich in mich. Meine Ernährung ist wie alles, was ich für meinen Körper tue ein Zeichen dafür, wie wichtig ich mir selbst bin.

Ich habe es schon oft erlebt, dass nach einer Ernährungsumstellung ein/e KlientIn begonnen hat, mehr auf sich zu achten. Mehr Bewegung, ein besseres Lebensgefühl und schließlich auch weniger Kompromisse in anderen Bereichen wie Partnerschaft und Beruf.

So wie ich darauf achte, welche Gedanken meinen Geist bewohnen, so achte ich auch darauf, welche Nahrungsmittel meinen Darm besuchen. Es kommt selten vor, dass jemand bei der Ernährung sehr achtsam ist und in seinem restlichen Leben völlig unkritisch.

Fastfood essen ist wie die Gratiszeitung in der U-Bahn lesen. Beides spricht unsere „primitiven“ Verlangen an. Fett, Zucker und Glutamat sind für unseren Körper wie Meldungen von Schönheits-OPs, Trennungen oder anderen Dramen anderer Menschen. Je mehr ich mich daran gewöhne, desto mehr will ich davon.

Wie du es drehst und wendest, du kannst das Thema Ernährung nicht vom Rest trennen. Eine gute Freundin, eine Psychotherapeutin sagte mir vor zwei Jahren, wenn sie am Anfang ihrer Ausbildung gewusst hätte, wie wichtig die Ernährung auf den psychischen Zustand des Menschen ist, sie hätte Ernährungswissenschaften studiert.

Vor ein paar Tagen habe ich sie getroffen, inzwischen hat sie eine Ernährungs-Ausbildung gemacht.

Und wenn wir gelernt haben, unseren Körper gut zu ernähren, was ist das nächste? Wir beginnen zu lernen, wie wir unseren Geist gut nähren können.

„Lass die Nahrung deine Medizin sein und Medizin deine Nahrung!“

Traditionelle Medizinsysteme sind stärker auf Prävention ausgerichtet und nutzen dafür den Einfluss der Ernährung auf unsere Gesundheit.

Früher war es üblich, dass der Heiler in der Gemeinschaft keine Bezahlung für jede Behandlung bekam, sondern laufend Nahrung, Naturalien und Spenden von seinen Mitbürgern bekam.

Wenn man ihn konsultierte, musste man dafür nicht extra zahlen. Das hatte zwei erwünschte Nebenwirkungen zur Folge.

Erstens, dass ich als Patient schon bei kleinen Beschwerden bei ihm vorbeigeschaut habe, weil es mich ja nichts extra gekostet hat. Ich kam also früher, schon beim Anzeichen leichter Beschwerden, um Rat zu holen. In dieser Phase reichte oft schon eine kleine Umstellung in meinem Leben, um die Probleme zu lösen und einer Krankheit vorzubeugen. Das System war also präventiv ausgerichtet.

Zweitens hatte der Heiler kein besonderes Interesse daran, dass ich ihn besuchte, weil er an der einzelnen Konsultation nichts verdiente.  Es war in seinem Interesse, dass alle gesund waren, denn dann hatte er Zeit, im Wald Kräuter zu suchen oder bei einem anderen Heiler etwas dazuzulernen. Auch heute gibt es viele Ärzte, denen dieses traditionelle System lieber wäre. Denn ein großer Teil der Mediziner beginnen ihre Ausbildung aus der Motivation, anderen Menschen helfen zu wollen.

Wenn ich heute zum Arzt gehe, dann brauche ich Zeit (wenn es ein Kassenarzt mit vollem Wartezimmer ist) oder Geld (wenn es ein Privatarzt ist). Natürlich ist das pauschalisiert und überzeichnet. Es gibt in alle Richtungen Ausnahmen, vor allem gibt es sehr engagierte Kassenärzte, die sich Zeit nehmen und ihr Bestes tun, um Wartezeiten kurz zu halten.

Tendenziell gehe jedoch nur zum Arzt, wenn es wirklich schon höchste Zeit ist. Was entsteht daraus?

Ein System, das sich nicht auf die Prävention, sondern auf das Beheben von Symptomen konzentriert. Die meisten von uns fahren mit dem Auto auch erst zur Werkstatt, wenn es Probleme macht. Wobei uns das Auto mit Warnungen an das nächste Service erinnert und wir die Garantie verlieren, wenn wir uns verspäten.

Wir sollten beginnen, diese Warnsignale bei uns ebenfalls wahr- und ernst zu nehmen. Die meisten von uns ticken noch so, dass sie analog zum Auto erst zum Arzt fahren, wenn der Körper ein gröberes Problem hat, das man nicht mehr übersehen kann oder dass uns wirklich Probleme macht.

Der Haken daran ist, dass unser Körper nicht wie ein Auto oder eine andere Maschine funktioniert. Diese Sichtweise ist eine mechanistische, biochemische Sichtweise, die nur bei akuten (Un)fällen ideal ist.

Ich habe einmal gelesen, dass die Österreicher pro Jahr mehr Geld für Motoröl als für Speiseöl ausgeben.  Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber du kannst dich daran erinnern, wenn du deine Prioritätenliste für das neue Jahr machst.

Kurz gesagt, ist das, was uns fehlt, ein Anreiz zur Selbstverantwortung für unsere Gesundheit.

Ernährung ist Prävention

“Eine Krankheit kann viele Väter haben, aber die Mutter ist immer die Ernährung” (chinesisches Sprichwort)

Das, was wir Vorsorgeuntersuchungen nennen, sind in sind in Wirklichkeit meist Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten.

Echte Vorsorge bedeutet, täglich etwas dafür zu tun, um gesund zu werden und zu bleiben.

Dazu gehört neben der Ernährung und angepasster Bewegung auch die richtige Atmung und, ganz wichtig, ein gesundes Denken. Wie das aussieht, kommt noch.

Nach mehreren Tausenden Gesprächen mit KlientInnen habe ich für dich ein Programm entwickelt, das:

  • Einfach und für Jeden umsetzbar ist
  • Mit dem du heute starten kannst – kein Herausschieben möglich!
  • Das nicht teuer ist – noch eine Ausrede weniger!
  • Das nicht quält oder dir schlechtes Gewissen macht
  • Zu dem du weder mich oder sonst jemanden brauchst

Das Beste daran: du musst nichts Zusätzliches tun!

Du musst nur einige Dinge ab jetzt anders tun als bisher!

Wie verändere ich meine Ernährungsgewohnheiten?

Viele Menschen, denken, es ist möglich, nichts an seinem Leben zu verändern und eines Tages aufzuwachen und alles ist anders.

Man hat einen besseren Job, einen liebenden Partner, die Kilos sind in der Nacht geschmolzen und man springt voller Energie aus dem Bett.

Egal wie sehr ich an Etwas glaube, egal wie oft ich davon spreche, solange ich nichts tue, wird sich nichts ändern. Klingt logisch, oder?

Die meisten Menschen verstehen das intellektuell, handeln aber nicht danach. Weil die Hoffnung ist groß, dass es vielleicht doch von alleine besser wird. Dass nächsten Monat der große Deal kommt, dass sich der Partner von alleine ändert, dass ich morgen statt heute dann aber wirklich ins Fitness-Studio gehe, bei dem ich mich schon vor drei Monaten angemeldet habe.

Vertraue mir hier bitte, es ändert sich…gar nichts.

Es ist eine Illusion zu glauben, dass man mit allem wie bisher weitermachen kann und sich plötzlich etwas verändern wird. Wieso sollte sich etwas verändern?

Es gibt schon eine Ausnahme. Lotto spielen. Wenn du jede Woche die gleichen Zahlen spielst, wirst du vielleicht einmal den großen Jackpot holen.

Das genau ist es, was die meisten Menschen mit ihrem Leben machen. Sie spielen Lotto, hoffen auf ein Wunder und geben die Verantwortung aus der Hand. Verantwortung – so ein hässliches Wort.

Ich mochte es früher auch nicht. Verantwortung wird dann etwas Wunderbares, wenn man begreift, dass die eigene Verantwortung zu tragen zwei Seiten hat. Die eine Seite ist die negative, die uns meistens in den Sinn kommt. „Du musst dafür die Verantwortung übernehmen!“ Ein Vorwurf.

Die andere, positive Seite von Verantwortung ist die, dass ich spüre, mein Leben selbst in der Hand zu haben. Ich und du, wir alle sind selbst dafür verantwortlich, wie unser Leben aussieht. Wie wir uns fühlen, was wir essen, in welchem Zustand unser Körper ist, mit wem oder womit wir unsere Zeit verbringen. Die Liste geht noch lange weiter.

Gerade in unser hyper-technisierten Zeit, wo auf jedem Bildschirm um unsere Aufmerksamkeit und unsere Emotion gerungen wird, ist es nicht leicht, bei sich zu bleiben. Zu spüren, dass man auch eine eigene Einheit ist und nicht nur ein Punkt in der Masse, der mitgerissen wird.

Viele Menschen verbringen Jahre damit, darüber nachzudenken, ob es nicht einen einfacheren Weg gibt. Einen Weg, auf dem man keine Opfer bringen muss, einen, der keine Anstrengung erfordert.

Warum verharren so viele Menschen in dieser Illusion, dass es einmal von alleine besser wird? Ist das nicht völlig verblödet, solchen Ideen nachzuhängen?

Ja, ist es. Aber es gibt einen tieferen Grund, warum wir es tun.

Von der Autobahn auf den Trampelpfad

Unser Gehirn hat sich in den letzten 10.000 Jahren nicht viel verändert. Das bedeutet, es ist sehr gut darin, offensichtliche Probleme zu lösen, Gefahren zu erkennen und schnelle Entscheidungen zu treffen.

Worin es aber nicht so gut ist, ist uns glücklich zu machen und für unsere Entwicklung zu sorgen.

Sicherheit bedeutet Überleben. Wenn ich jedes Mal nach links gegangen bin, wenn ich aus dem Haus komme und noch immer am Leben bin, signalisiert das meinem Hirn, links=sicher.

Nach rechts zu gehen wäre Abweichung von unseren Gewohnheiten und daher eine mögliche Gefahr. Rational betrachtet sagen wir natürlich „So ein Schwachsinn“. Aber in unserem Unterbewussten schlummern unsere Verhaltensmuster, die uns viel stärker beeinflussen, als wir das glauben.

Und je öfter wir etwas machen, desto besser vernetzen sich die Gehirnstrukturen, die für diesen Ablauf nötig sind. Wir bauen sozusagen Autobahnen in unseren Köpfen, auf denen man gemächlich cruisen kann, ohne sich furchtbar anzustrengen.

Änderungen von Gewohnheiten sind Trampelpfade durch den Dschungel, die man erst austreten muss und die anfangs natürlich mit unangenehmen Nebenerscheinungen wie Angst, schlechter Sicht nach vorne und körperlichen Anstrengungen verbunden sind.

Wir brauchen also einen wirklich guten Grund, um die sicheren Autobahnen zu verlassen, um uns auf Trampelpfade zu begeben. Wer würde das schon freiwillig machen, vor allem in einer Zeit, in der das Autofahren so komfortabel geworden ist?

Wie die meisten von uns bin ich auch ein Meister im Herausschieben, Ausreden finden, Schweinehund züchten. Was ich aus meinem Leben und dem meiner KlientInnen gelernt habe, lässt sich kurz zusammenfassen: Es gibt keinen Abschneider. Man muss sich auf die Trampelpfade begeben.

Was meine ich mit Abschneider? Zum Beispiel Drogen mit denen wir unsere Realität vernebeln und das Gefühl haben, es ist alles in bester Ordnung.

Die Zigarette lenkt uns von lästigen Gedanken ab. Das Fläschchen Wein am Abend verbindet die Eheleute, die sich sonst nichts zu sagen hätten. Der koksende Aktientrader fühlt sich furchtlos. Auch Fernsehen bringt uns vorübergehend in eine andere Welt. In die heile Welt der Soap Operas oder in das Chaos der Nachrichten, in der wir uns mit gutem Gewissen in Passivität zurückfallen lassen können.

Woraus genau die “richtige” Ernährung besteht, kommt im nächsten Blog-Artikel, bleib dran, Fortsetzung folgt!

Ich bin dein Coach in Wien, wenn du dein Leben verändern willst! Dir gefällt der Gedanke, deine Gesundheit ins Coaching miteinzubeziehen? Dann kontaktiere mich jetzt unverbindlich für ein erstes Gespräch!