Umgang mit Geld in der Partnerschaft. Tipps für ein besserer Miteinander

Das Geld und die Liebe

Der Umgang mit Geld in der Partnerschaft

Was kannst du tun, wenn dein Partner mit Geld anders umgeht als du und es deswegen häufig zu Streit kommt?

Er ist risikofreudig, spontan und liebt es, Geld für schöne Dinge und Genuss auszugeben. Sie ist bodenständig, sicherheitsorientiert und spart ihr Geld gerne für Notfälle und unerwartete Ausgaben. Jeder Mensch bringt seine Charaktereigenschaften und Werte mit in eine Partnerschaft. Auch in Sachen Geld hat jeder Mensch seine ganz persönliche Einstellung und seinen Umgang dazu. Meistens ist dieser von unserem Elternhaus geprägt und leider haben die wenigsten von uns gelernt, wie man richtig mit Geld umgeht. Da sind Konflikte oft vorprogrammiert. Der Umgang mit Geld ist in vielen Partnerschaften Streitthema Nummer Eins.

 

Keine Kompromisse, sondern Synergie schaffen

Der Mann möchte am liebsten ein neues Auto kaufen, die Frau will das Geld für die Ausbildung der Kinder auf die Seite legen. Die Hauptkonflikte beim Geld entstehen bei der Frage, wer wieviel der laufenden Kosten zahlt und wofür das Geld ausgegeben wird.

Bevor man noch mit dem Partner über Geld und Ausgaben spricht, sollte man sich zunächst fragen, wie gut man selbst mit Geld umgehen kann. Die Kreditkartenabrechnung ist jedes Mal eine unangenehme Überraschung? Das Konto ist immer im Minus und bei den Ausgaben der Lebensmittel verliert man leicht den Überblick? Man gibt viel zu viel Geld online für Kleinkram aus, den man eigentlich nicht braucht?

 

Buchempfehlung zum Umgang mit Geld:
„The Richest Man in Babylon“ von George S. Clason. Kurzzusammenfassung: Wir sollten für unsere täglichen Ausgaben maximal 70% unseres Verdienstes verwenden, 20% sollten wir sparen und 10% bezahlen wir uns selbst und machen damit was wir möchten. Das Wichtigste daran ist, dass man sich die eigenen 10% als Erstes auszahlt. So wird ein niedriger Kontostand gleich zu einem guten Motivator und nicht zu einer unangenehmen Überraschung am Monatsende!

Männer geben tendenziell mehr Geld aus, sind aber in der Anlage des Vermögens bereit, mehr Risiko einzugehen. Frauen haben oft die bessere Hand dafür, wenn es darum geht, die laufenden Kosten unter Kontrolle zu haben und zu sparen, sind dafür manchmal zu vorsichtig, wenn es darum geht, das Ersparte zu veranlagen.

Dann kann der Partner zu einer großen Hilfe werden, wenn er einen besseren Umgang mit Geld hat. Es geht nicht darum, einen Kompromiss zu finden, sondern zu überlegen wie jeder seine Stärken einbringen kann und dem anderen bei seinen Schwächen helfen kann.

Eine Synergie schafft man nur, wenn man das Thema Geld offen anspricht und auch regelmäßig updatet.

 

Was verdienen wir eigentlich?

Viele Paare wissen nicht, was der Partner verdient. Das Thema Geld ist für viele Menschen unangenehm und wird daher vermieden. Dafür wird stundenlang darüber gesprochen, ob man diesen oder jenen Kinderwagen kaufen soll. Auch wenn es unromantisch erscheint, sollte man sich Zeit dafür nehmen, alle Ausgaben und Einnahmen darzustellen. Oft sind es die kleinen Beträge, die sich über das Jahr summieren und genau den Teil verschwinden lassen, den man zur Seite legen könnte.

Wenn man dann eine Übersicht hat, wieviel Geld zur Verfügung steht, überlegt man gemeinsam, wofür welche Summen verwendet werden. Urlaube, Geburtstage, eine neue Waschmaschine. Ich gebe zu, es ist nicht die interessanteste Beschäftigung und eine gute Serie wäre viel spannender, aber trotzdem sollte man sich ein- bis zweimal im Jahr dafür Zeit nehmen.

Wenn wir wissen, wieviel Geld zur Verfügung steht, überlegen wir, wer welchen Teil der laufenden Kosten übernimmt. Welche Kosten übernimmt jeder für sich und welche teilt man sich? Ein gemeinsames drittes Konto anzulegen ist ein guter Tipp. Das hat mehrere Vorteile. Erstens kann jeder der Partner monatlich seinen Anteil überweisen. Zweitens behält man dadurch die Übersicht über die Ausgaben, die die Partnerschaft bzw. die ganze Familie betreffen. Drittens muss man sich vor dem anderen nicht rechtfertigen, wenn man sich von seinem Geld (abzüglich der gemeinsamen Kosten) einmal eine neue Handtasche oder neues Sportequipment zulegt. Viertens hat man so nicht das Gefühl, dass man nur für die Familie arbeitet, als wenn man ein einziges Konto für alles hätte. Denn sonst bleibt oft die Frage im Raum: „Und was steht mir eigentlich zu?“

Wir sollten zum Beispiel vermeiden, dass sich die Frau abhängig fühlt, weil sie weniger verdient, während sie sich um die Kinder kümmert. Das geht nur durch offene Gespräche und klare Regelungen.

 

Gleiche Werte teilen

Das gute alte Haushaltsbuch oder eine entsprechende App helfen zudem, einen noch besseren Überblick über die Ausgaben und Einnahmen zu haben.

Am Ende geht es in der Partnerschaft darum, ob man die gleichen Werte teilt und die Prioritäten ähnlich setzt. Gibt es hier ein Ungleichgewicht und schafft man es trotz Aussprache über den Umgang mit Geld in der Partnerschaft und das Festlegen einiger Regeln nicht, in Harmonie leben zu können, kann ein Coaching helfen.

 


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Jens Wolff

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Ich bin eingetragener Lebens- und Sozialberater, Coach und Trainer in Wien und im Raum Salzburg. Für ein unverbindliches Gespräch melde dich gerne bei mir!

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Mail: office@healingspace.at
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