Achtsamkeit wird immer wichtiger - Jens Wolff

Achtsamkeit wird immer wichtiger

Ein Mensch sitzt bei Sonnenaufgang unter einem Baum und meditiert

Achtsamkeit ist überall!

Von der Volkshochschule zur Managementberatung: Alle setzen auf Achtsamkeitstraining.

Dass soviel über Achtsamkeit gesprochen und berichtet wird, ist großteils der Verdienst von Jon Kabat-Zinn, der mit seiner Methode MSBR (mindfulness based stress reduction) geschafft hat, dass Achtsamkeit zum Mainstream wurde. Er hat dazu wissenschaftliche Belege mit der buddhistischen Tradition verbunden.

Die Achtsamkeitslehre im Westen geht auch auf Thích Nhất Hạnh zurück, einen vietnamesischen Mönch, der auszog, um den Menschen den Buddhismus nahezubringen. Dazu gründete er das Plum Village in der Nähe von Bordeaux, einen Ort, an dem regelmäßige Retreats stattfinden, die von Tausenden Menschen besucht werden. Seine Bücher sind für jeden ein Tipp, der sich für Meditation und Achtsamketi interessiert. Ich bin immer wieder von seiner praktischen Haltung un der Einfachheit seiner Techniken überrascht.

 

Was versteht man unter Achtsamkeit?

Achtsamkeit ist etwas sehr einfaches. Es geht darum, sich allem bewußt zu sein. Jeden Moment alles wahrzunehmen, seinen Körper, seine Gedanken und Emotionen und genauso Sinneseindrücke, die von außen kommen.

Achtsam bedeutet, nicht an die Vergangenheit zu denken oder an die Zukunft, sondern im Moment zu sein. Egal was man gerade tut, ob man Geschirr in den Spüler räumt oder mit seinen Kindern spielt.

 

Warum ist Achtsamkeit wichtig?

Weil wir in einer Zeit leben, in der unser Tempo nicht mehr von uns selbst vorgegeben wird, sondern wir laufend in Gefahr bzw. Versuchung sind, uns mitreißen zu lassen. Noch schnell ein SMS, noch rasch ein Mail, bevor wir zu dem zurückgehen, was wir eigentlich machen wollten.

Letztes Wochenende erzählte mir eine Freundin, sie ist süchtig danach, zu checken, ob sie neue Nachrichten auf ihrem Handy hat. Mail, whatsapp, SMS, verpasste Anrufe. Alles versucht unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen und es vergehen Tage, an denen wir nichts anderes machen, als zu antworten. Das ist eine passive, reaktive Art zu leben.

Um in einen aktiven Modus zu kommen und dort zu bleiben, müssen wir wissen, wann wir ihn verlassen. Das gelingt uns aber nur, wenn wir uns dessen, was wir spüren, denken und tun in jedem Moment bewusst sind.

Jeder Tag ist unser Leben in klein. Und jeden Tag, den wir damit verbringen, uns fernsteuern zu lassen, ist möglicherweise ein Tag, an dem wir nicht das tun, was wir im tiefsten unseres Herzens wollen. Das hat nichts damit zu tun, ob man im Stress steckt und nicht weiß, womit man beginnen soll. Es geht darum, mit welcher Aufmerksamkeit wir in jedem Moment sind. Und nur wenn ich möglichst oft das tue, was mit meinem Innersten im Einklang steht, nähere ich mich meinem Ziel, nämlich das Leben zu führen, das ich mir wünsche.

Das klingt für manche zu spirituell, doch wenn wir uns ehrlich sind, was macht uns glücklich, tief in uns? Der Mensch zu sein, den wir tief in uns spüren.

Kennen wir diesen Menschen schon, sollten wir sein Leben führen, kennen wir ihn noch nicht, werden wir ihm nur begegnen, wenn wir achtsam sind und jeden Moment auf unser Herz hören.

Das ist nur ein Beispiel, warum Achtsamkeit heute vielleicht noch weiter weg von uns ist als noch vor ein oder zwei Generationen und warum immer mehr Menschen sich der Übung der Achtsamkeit widmen.

 

Achtsamkeit lernen

Das Üben von Achtsamkeit ist nicht kompliziert oder schwierig. Man muß nur dranbleiben, damit sich unser System daran gewöhnt und möglichst selten den Achtsamkeits-Modus verlässt. Im Coaching arbeite ich laufend mit Tools zur Achtsamkeit, wenn dich das Thema interessiert, melde dich bei mir!

 


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